Freitag, Dezember 02, 2005

Retourkutsche

Retourkutsche
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Als Retourkutsche bezeichnet man umgangssprachlich eine Vergeltungsaktion. Der Begriff leitet sich von der Quadriga auf dem Brandenburger Tor in Berlin ab. Diese wurde nach ihrem Rücktransport aus Paris 1814 von den Berlinern als Retourkutsche bezeichnet.

Geschichtliche Entwicklung der Bezeichnung

Nachdem im Oktober 1806 Napoleon in der Schlacht bei Jena und Auerstedt die preußischen Truppen vernichten konnte, marschierten die französischen Truppen in Berlin ein, Preußen blieb für Jahre besetzt und musste hohe Kontributionen bezahlen. Unter anderem hatte Napoleon nach der Besetzung Berlins die Quadriga als Beutekunst entführen lassen, was die Berliner als Demütigung empfanden.

Als während der Befreiungskriege gegen die napoleonische Fremdherrschaft die Grande Armée Napoleons am 30. März 1814 geschlagen wurde und die Truppen Blüchers in Paris einmarschierten, fanden sie dort die noch unausgepackte Quadriga.

Die Quadriga, ein Viergespann, dass von den Berlinern respektlos als "Kutsche" bezeichnet wurde, wurde nun symbolträchtig zurück (französisch: retoure) geholt, woraus die Bezeichnung "Retourkutsche" resultierte. Den Rücktransport soll der in Blüchers Diensten stehende jüdische Fuhrmann Simon Kremser geleitet haben.

Artikel Retourkutsche. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. November 2005, 08:53 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Retourkutsche&oldid=10744473 (Abgerufen: 2. Dezember 2005, 17:13 UTC)

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